Presseberichte 2011

Werbeoffensive für die Kerb | Taunus Zeitung

 

von veh


Macher stellen erste Ideen vor
Ein gemütliches Kerbwochenende mit guter Stimmung liegt hinter Steinbach. Ein Kracher war’s nicht, doch das soll sich ändern.


474 Mal – so oft wurde in Steinbach schon die Kerb gefeiert. Doch nach einem halben Jahrtausend scheint dem Volksfest die Luft auszugehen.

Sinkende Besucherzahlen, kein Nachwuchs bei den Kerbeburschen und mangelndes Interesse an alten Traditionen machen den Organisatoren zu schaffen.


Doch die Mitstreiter der Steinbacher Kerbegesellschaft (SKG) haben noch lange nicht aufgegeben. Nach vier Tagen mit viel Musik, Frühschoppen, Autoscooter, Apfelwein und Kerbetanz steht fest: Sie wollen für das Fest kämpfen, neue Ideen einbringen und kündigen für nächstes Jahr schon Änderungen an.

 

"Die letzten Tage waren nicht schlecht", resümiert Thomas Wald, Sprecher der Kerbegesellschaft. Die Stimmung im Saal des Bürgerhauses war gut, auf dem kleinen Rummelplatz herrschte gemütliches Treiben – nur richtig viel los war halt nicht. "Wir können damit leben", sagt Wald, der das "Kerbeproblem" nicht nur in Steinbach verortet.


Daher sollen 2012 einige Innovationen dem Fest neues Leben einhauchen. Wie berichtet, wollen die Organisatoren ähnlich wie die Oberurseler das Motto "Oktoberfest" aufgreifen. Aber auch generell soll sich die Werbestrategie komplett ändern.

Es werden möglicherweise Gutscheine ausgegeben, um die
Menschen an das Bürgerhaus zu locken. Vor allem aber sollen sich die Zeiten ändern. Zwischen Fassanstich und Partybeginn soll keine Mittagspause mehr liegen. Zudem könnte die Eröffnung auch gleich in das Bürgerhaus verlegt werden.


Der Frühschoppen am Sonntag soll nicht schon um 11 Uhr, sondern erst gegen 13 Uhr starten. "Die Ideen und Vorschläge sind noch nicht in Stein gemeißelt, aber es wird viel geplant", erklärt Wald.

 

Der aus Köln stammende und im Karneval verwurzelte Sprecher der Kerbegesellschaft ist nur in diese hessische Tradition hineingerutscht.

 

Seit zehn Jahren wohnt er in Steinbach, findet es unheimlich wichtig, die alten Traditionen aufrechtzuerhalten. "In Steinbach gibt es in diesem Sinne nur noch die Kerb und den Karneval und es wäre schlimm, wenn das weg wäre", so Wald.
So suchen die Organisatoren natürlich auch noch weiterhin händeringend Kerbeburschen und Kerbemädels.

 

Doch Wald will Schritt für Schritt vorgehen: "Das hat nicht die oberste Priorität, wir wollen erst mal wieder den Saal voll kriegen." Der Sprecher betont zugleich, dass es bei der Kerbeburschen-Tradition nicht darum gehe, sich sinnlos zu betrinken – so ein häufiger Vorwurf. "Es geht dabei um Gemeinschaft, man trifft sich mehrmals im Jahr und muss dann auch ein ganzes Fest organisieren inklusive Kerbebaum-Aufstellen, Gickelschmiss und Kerbetanz."

 

So hoffen die engagierten Steinbacher, dass ein paar der Traditionen wiederbelebt werden. Das würde sicher auch die kleinen Besucher freuen, die bei den Fahrgeschäften, vor allem in dem schnellen Karussell aus dem Piraten-Reich, so richtig Spaß hatten.

veh

 

Die SKG hat übrigens auch einen neuen Internetauftritt:
www. skg-steinbach.de.

 

Artikel vom 12.10.2011, 02:50 Uhr (letzte Änderung 29.04.2013, 10:25 Uhr)
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