Warum gibt es die Kerb?

Die Kirchweih bzw. das Kirchweihfest, in Deutschland meist mit regionalen Bezeichnungen wie Kirmes, Kerwe, Kärwa, "Kirb", Kerb oder Kilbi bezeichnet, in Österreich und Altbayern Kirtag oder Kirchtag, schweizerhochdeutsch Kilbi oder Chilbi, banatschwäbisch Kerweih, wird seit dem Mittelalter als Fest anlässlich der jährlichen Wiederkehr des Tages der Kirchweihe eines Kirchengebäudes gefeiert.

Der Tag der Kirchweihe hat in der jeweiligen Kirche den Rang eines Hochfests.

Das Kirchweihfest ist grundsätzlich der Jahrestag der Konsekration der Kirche, das Fest kann aber auch durch bischöfliches Dekret auf ein anderes Datum festgelegt sein.

Ist das Datum der Kirchweihe unbekannt, wird die Feier des Jahrestages oft auf das Patrozinium der Kirche oder das Allerheiligenfest gelegt.

 

Es gibt aber auch den allgemeinen (bayerischen) Kirchtag am dritten Sonntag im Oktober und andere traditionelle Termine.

Wer ist der Johann und was macht er auf dem Baum?

In jedem Jahr wird der Kerbejohann von den Kerbeburschen nach der Kerb verbrannt und macht es notwendig 1 Woche vor der nächsten Kerb einen neuen zu basteln.

Die Puppe benötigt alte Hosen, ein Hemd mit Krawatte oder Anzug und einen Hut. Heute ist der Johann zwar nur eine fiktive Figur die auf die Kerb acht gibt, jedoch gibt es auch einen geschichtlichen Hintergrund.

In Langwaden (Nordrhein-Westfalen) soll es den Kirmesjohann gegeben haben. Demnach soll er im bürgerlichen Leben "Johann Franzen" heheißen haben. Weiter heißt es, er sei Mitte des 19. Jahrhunderts ein überall beliebter Junggeselle gewesen, der zu Namens- und Festtagen in Frack und Zylinder gekleidet und immer mit dem gleichen Blumenstrauß in der Hand erschien.

 

Im gesamten Taunus bis nach Frankfurt hin heißt der Kirmesjohan analog zur Bezeichnung Kerb natürlich Kerbejohann.

Seine Aufgabe ist es als Schutzpatron hoch am Kerbebaum oder im Giebel des Festzeltes über die Feierlichkeiten zu wachen.

Am Ende der Festtage wird der Strohmann dann für alle begangenen "Sünden" verantwortlich gemacht und verbrannt.

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